Deine Ausbildung:

Land- und Baumaschinenmechatroniker*

Etwas zu reparieren ist genau Dein Ding? Dann hast Du vielleicht gerade Deinen Berufseinstieg gefunden:

Wenn unsere Fahrzeuge, Maschinen und Geräte auf den Baustellen ins Stocken geraten, gewartet oder für den nächsten Einsatz fit gemacht werden müssen, kommst Du ins Spiel. Als Land- und Baumaschinenmechatroniker m/w/d bist Du mit deinen Kollegen für die Wartung, Pflege und Reparatur unseres umfangreichen Maschinenparks zuständig.

Hier erzählen Joschka Blaeser und Nico Büsing von ihrem Arbeitsalltag, den Inhalten der Ausbildung und was Fritz Spieker als Arbeitgeber sonst noch alles bietet.

Für Deine Ausbildung zum Land- und Baumaschinen­mechatroniker* soltest du ...

  • mindestens einen guten Realschulabschluss mitbringen
  • Verständnis für Mathematik und Physik haben
  • handwerklich geschickt sein und räumlich denken können
  • Spaß am selbstständigen und sorgfältigen Arbeiten haben

Interviews

mit unseren Land- und Baumaschinenmechatroniker-Auszubildenden über Ausbildung und Arbeit bei Fritz Spieker

  • Leon Grummer (19)
  • Joschka + Nico

Interview mit Leon Grummer (19)
Bei Fritz Spieker in der Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker seit 1.8.2021

Du hast die Hauptschule abgeschlossen und absolvierst gerade die 3,5-jährige Ausbildung. Warum hast Du Dich für genau diesen Beruf entschieden?

Ich bin auch privat viel in der Landwirtschaft und dadurch häufig in der Werkstatt tätig. Für mich stand daher Landwirt oder Land- und Baumaschinenmechatroniker zur Wahl. Es ist Letzteres geworden.

Wie kam es, dass Du Dich bei der Firma Spieker für die Ausbildung beworben hast?

Unsere Nachbarin arbeitet in der Firma. Und die Firma hat sich mit am Schnellsten auf meine Bewerbung zurückgemeldet und mich gleich zum Gespräch eingeladen.

Was hast Du schon alles gelernt?

Wir lernen viel über Maschinenbau und die Instandsetzung von Motoren. Im Bau-ABC in Rostrup zum Beispiel haben wir Motoren auseinander- und anschließend wieder zusammengebaut. Da muss man schon aufpassen, dass alles wieder an die richtige Stelle kommt. Und wenn es in der Firma um Einspritzdüsen, Simmerringe der Kurbelwelle oder Zylinderkopfdichtungen geht, legen wir selbst Hand an. Wenn aber bei den modernen Motoren die Elektronik oder das Innere der Motoren wie Kolben zum Beispiel das Problem ist, rufen wir die entsprechenden Firmen an, die mit speziellen Auslesegeräten den Fehler herausfinden. Danach wird geschaut, ob wir die Reparatur hier selber machen können oder abgeben.

Wie abwechslungsreich ist die Ausbildung?

Sehr abwechslungsreich. Wir haben bei einem Teleskoplader zum Beispiel komplett das Getriebe gespült. Wir haben in einem Teleskoplader auch Kabel gelegt für das Orange-Licht. Wir machen Rüttelbohlen fertig für die Baustellen. Ich bin nicht nur in der Werkstatt, sondern auch im Metallbau für die Baustellen tätig.

Was ist für Dich am Spannendsten?

Wenn die Maschinen von den Baustellen zu uns in den Bauhof in Oldenburg kommen und wir uns auf die Fehlersuche begeben, um herauszufinden, was kaputt ist. Und dann der Erfolg, wenn das Gerät wieder heile ist und alles wieder funktioniert! Ich fahre auch mit unserem Meister mit auf die Baustellen, wenn dort Maschinen stehen, die nicht mehr wollen. Baustellenkräne etwa können wir ja nicht mal so eben hier zum Bauhof rollen. Auch Aggregate schauen wir uns vor Ort an. Dann spart man sich schon mal die Lkw-Touren.

Welche Voraussetzungen braucht man aus Deiner Sicht für diese Ausbildung?

Man sollte schon ein bisschen Ahnung von Maschinen haben. Und wissen, wie ein Motor oder eine Hydraulik funktioniert. Wenn man aus einem ganz anderen Bereich kommt, könnte es vielleicht schwierig werden. Auf jeden Fall ist es aber so, dass man bei Fritz Spieker alles fragen kann. Und es wird einem alles genau erklärt.

Ihr wartet auch die Maschinen regelmäßig?

Ja, auf dem Bauhof liegt unsere Aufgabe sogar hauptsächlich in der Wartung. Immer, wenn eine Baustelle abgeschlossen ist, holen wir die Maschinen hierher, schauen sie durch und machen sie wieder fertig. Damit sie zur nächsten Baustelle können. Aber auch während eines Bauvorhabens – teilweise sind die Geräte zwei, drei Jahre auf einer Baustelle im Einsatz – werden sie gewartet: nach 500 Stunden oder spätestens nach einem Jahr. Dann schaut sich mein Meister das vor Ort an. Was auf der Baustelle gemacht werden kann, macht man vor dort. Doch wenn es vor Ort nicht möglich ist, holen wir die Geräte auf den Bauhof.

Reparieren oder warten: Was macht Dir mehr Spaß?

Die Mischung aus beidem! Ich fahre sehr gern im Außendienst mit auf die Baustellen. Da weiß man oft überhaupt nicht, was los ist, und geht vor Ort auf Fehlersuche. Spannend.

Wo bist Du mit Deinem Meister denn überall unterwegs?

Wir haben Baustellen im Prinzip überall im Norden Deutschlands. Von Husum über Hamburg bis Hildesheim …

Braucht man auch technisches Verständnis und Kenntnisse in Mathematik und Physik?

Wenn es um Stromstärken geht, weil man komplett neue Leitungen legt, und Sicherungen einbaut, sollte man schon rechnen können. Oder wenn es in der Berufsschule um den Druck von Hydraulikzylindern geht.

Welche drei Eigenschaften braucht man noch für den Beruf?

Kenntnisse von Motoren und Maschinen und natürlich Interesse dafür. Körperlich sollte man fit sein. Wir müssen ja schon mal in die Kräne hoch. Über Kraft sollte man ebenfalls verfügen. Die Schrauben im Maschinenbau sitzen teilweise fest und sind nicht gerade klein. Die größte, die ich bis jetzt hatte, hatte eine Schlüsselweite von 51. Das sind schon gewaltige Schrauben. Bei bestimmten Aufgaben, wie dem Austausch von Simmeringen, braucht man zudem Geduld und Fingerspitzengefühl. Man muss da sehr genau arbeiten.

Ist der Beruf nur etwas für richtige Kerle oder sind auch junge Frauen dabei?

Wir haben hier keine weibliche Auszubildende und in der Berufsschule haben wir auch keine junge Frau in der Klasse.

Was sind Deine Zukunftspläne?

Ich möchte gern in der Firma bleiben. Das ist hier ein echt schönes Arbeitsklima. Und es macht Spaß, jeden Tag herzukommen. Weil man hier wie eine Familie ist, man kann zusammen lachen, man redet miteinander.

Interview mit Joschka Blaeser und Nico Büsing
Joschka wurde nach seinem Ausbildungsabschluss in 2016 in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen und arbeitet auch heute noch für Fritz Spieker.

Ihr seid bei Fritz Spieker für das schwere Gerät zuständig. Was ist Euer Job genau?

Nico: “Wir arbeiten auf dem Bauhof, insgesamt sind wir hier neun Kollegen. Alle Maschinen, wie Stapler, Kompressoren, Bagger oder auch Kräne, kommen von den Baustellen zu uns und wir warten und reparieren sie dann - natürlich auch die Autos. Das ist super, weil man nach der Ausbildung alles kann: drehen, bohren, schweißen, außerdem kommt man eigentlich mit allen Motoren klar. Da hat man jede Menge Möglichkeiten.

Ohne handwerkliches Geschick geht also nichts. Was sollte man noch mitbringen?

Joschka: „Jo, ist schon gut, wenn man handwerklich so´n bisschen fit ist (grins). Und technisches Verständnis ist auch wichtig, eben Mathe und Physik. Das kann man sich auch vorstellen, wir müssen ja technische Zeichnungen lesen können und mit Hydraulik umgehen oder Elektronik bedienen und instand setzen.“

Woher weiß ich, ob mir das liegt, wenn ich noch in der Schule bin?

Joschka: „Einfach Praktikum machen, dann merkt man schon, ob einem das Spaß bringt. Ich habe auch Leute in der Berufsschule, die haben erst BGJ oder haben die Berufsfachschule Fahrzeugtechnik gemacht. Das ist `ne ziemlich gute Vorbereitung.“

Dreieinhalb Jahre Lehre und was kommt dann?

Nico: „Als Land- und Baumaschinenmechatroniker ist man total gut vorbereitet, man kann auf die Meisterschule gehen oder noch Maschinenbau oder Fahrzeugtechnik studieren.“

Was macht die Ausbildung bei Fritz Spieker für Dich besonders?

Joschka: „Spieker gibt es ja schon über 100 Jahre, da fühlt man sich doch sicher, was den Arbeitsplatz angeht, und hat auch bessere Aussichten, übernommen zu werden. Ich durfte schon im ersten Lehrjahr selbstständig arbeiten, das fand ich gut. Weil wir uns unter den Kollegen super verstehen, machen wir regelmäßig was zusammen. Außerdem ist es ein Vorteil, in der Baubranche zu lernen, da verdient man gleich ziemlich gut. Ich bekomme zum Beispiel zwei- bis dreimal so viel wie andere in meiner Berufsschule, dazu noch 30 Tage Urlaub.“

Ausbildungsvergütung
für Land- und Baumaschinen­mechatroniker*

Oldenburg

  1. Lehrjahr: ≥ 1.000,-
  2. Lehrjahr: ≥ 1.250,-
  3. Lehrjahr: ≥ 1.500,-
  4. Lehrjahr: ≥ 1.600,-

Gültig ab August 2024

 

 

Extras für Deine Ausbildung
Land- und Baumaschinen­mechatroniker* bei uns

  • Azubi-Tag: Einmal im Jahr veranstalten wir einen Azubi-Tag … natürlich in der Arbeitszeit
  • Firmenfitnessprogramm Hansefit
  • Schutzkleidung, Schulbücher, iPad und persönliches Werkzeug stellen wir

Dein Ausbildungsweg
Land- und Baumaschinen­mechatroniker*

In kaum einem anderen Wirtschaftszweig gibt es so vielfältige Anforderungen an das Können der Fachkräfte wie in der Bauwirtschaft. Das gilt natürlich auch für den Beruf des Mechanikers für Baumaschinentechnik. Entsprechend hoch ist die Qualität der Ausbildung. Neben Ihrer Ausbildung im Betrieb und dem theoretischen Unterricht in der Berufsschule bekommst Du eine solide, betriebs- und gewerkeübergreifende Unterweisung in allen praktischen Fertigkeiten, die später gebraucht werden. Speziell dafür steht bundesweit ein flächendeckendes Netz überbetrieblicher Ausbildungszentren zur Verfügung, das in seiner Art einmalig in Deutschland ist.

 

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und verläuft in zwei Stufen

Im 1. Ausbildungsjahr

erfolgt die Grundausbildung im Betrieb mit anteiliger Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung. Der Schwerpunkt liegt in der Metallbearbeitung, der Steuerungstechnik und Antriebstechnik, sowie der Umgang mit Baumaschinen.

Im 2. Ausbildungsjahr

erfolgt die Fachausbildung im Betrieb mit anteiliger Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung. Der Umgang mit unterschiedlichen Baugeräten in der Wartung und das Umrüsten von Baumaschinen steht auf dem Ausbildungsplan.

Wesentliche Inhalte sind dabei das Inbetriebnehmen, Warten, Prüfen, Messen und Einstellen von Baumaschinen, von Systemen und Betriebseinrichtungen, die Hydraulik und Elektrotechnik, sowie die praktischen Fertigkeiten der Instandsetzung.

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird die Abschlussprüfung Teil 1 abgelegt.

Im 3. und 4. Ausbildungsjahr

erfolgt die Fachausbildung im Betrieb mit anteiliger Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung. Schwerpunkte sind das Prüfen, Einstellen und Anschließen mechanischer, hydraulischer, pneumatischer, elektrischer und elektronischer Anlagen und Systeme.

Am Ende des 4. Ausbildungsjahres erfolgt die Abschlussprüfung Teil 2.

Land- und Baumaschinen­mechatroniker*: Ausbildungsinhalte

Messen und Prüfen an Baumaschinensystemen

Bedienen von Baumaschinen und Geräten

Warten, Prüfen, Messen und Einstellen von Baumaschinen, Systemen und Betriebseinrichtungen

Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Baugruppen, Bauteilen und Systemen

Eingrenzen und Bestimmen von Fehlern, Störungen und deren Ursache sowie deren Behebung

Prüfen, Einstellen und Anschließen von mechanischen, hydraulischen, pneumatischen, elektrischen und elektronischen Anlagen und Systemen

Deine Karriere als Land- und Baumaschinen­mechatroniker*

Bei uns besteht auch in den kommenden Jahren hoher Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in der Baumaschinentechnik. Tendenz: steigend.

Mit der abgeschlossenen Ausbildung zum Mechaniker für Baumaschinentechnik eröffnen sich erstklassige Möglichkeiten, beruflich schnell voran zu kommen. Bereits nach einigen Jahren Berufspraxis und durch gezielte Weiterbildung kann man zum Geprüften Baumaschinenmeister oder zum Meister für Land- und Baumaschinentechnik aufsteigen.

Oder erwerbe zusätzliche Qualifikationen in Deinem Beruf im Bereich automatische Maschinensteuerung oder weitere spezielle Maschinentechniken.

Die Weichen rechtzeitig stellen:
Deine Sprungbretter auf die Führungsebene

Dringender denn je brauchen wir junge Menschen mit Führungsambitionen, die komplizierte Abläufe planen und Teams in ihre Arbeiten einweisen und leiten. Dafür sind vertiefte Kenntnisse in der Bauausführung, beim Material- und Maschineneinsatz, aber auch planerische und organisatorische Fähigkeiten Voraussetzung.


Haben wir Dein Interesse geweckt?

Du hast Fragen zur Beton- und Stahlbetonbauer*-Ausbildung oder möchtest dich bewerben?
Dann melde dich doch einfach bei uns!

 

Frauke Pakusa

Ausbildungskoordinatorin und Ausbilderin

Rüdiger Gruis

Ausbildungsverantworlicher und kaufmännischer Leiter

0441-340 98 22

oder schreibe uns an:
bewerbung@fritz-spieker.de


Für Deine Bewerbung wünschen wir uns:

Anschreiben, tabellarischen Lebenslauf, Deine beiden letzten Zeugnisse
... und ein Foto wäre auch schön ;)

 

 

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.